1707
Der Ort Lauterbach wird gegründet.
Von der geographischen Lage der hätten sich die ersten Lauterbacher, alle Katholiken, einer katholischen Pfarrei im Warndt anschließen müssen. Jedoch der weitaus kürzere Weg von einer halben Stunde war der Grund dafür, die Katholiken Lauterbachs dem Metzer Bischof Heinrich Carl du Combout des Coislin zu unterstellen, der sie als Filialort der Lauterbach zunächst gelegenen Pfarrei Creutzwald in Lothringen eingliederte. Alle Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen fanden in den nachfolgenden 95 Jahren in Creutzwald statt. |
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1857
Pfarrer Orth - damals Seelsorger für Emmersweiler und Lauterbach - betrieb mit aller Macht den Bau der ersten Lauterbacher Kirche und des Pfarrhauses. Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.08.1857. Die feierliche Einsegnung war am 28.08.1860.
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1860
Am 14.09.1860 fand die Einführung des ersten Lauterbacher Pastors, Julius Moll, statt, der 36 Jahre in der Pfarrei segensreich arbeitete bis zu seinem Tode am 29.02.1896. Wie tief die ganze Lauterbacher Gemeinde um ihn trauerte, zeigte die Tatsache, daß die Pfarrkinder ihren toten Seelsorger durch alle Straßen des Ortes trugen, ehe sie ihm auf ihrem Gottesacker sein Grab bereiteten.
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1876
Ein schweres Grubenunglück ereignet sich am 05.07.1876
in Spittel/Frankreich. Durch eine Schlagwetterexplosion kamen 42 Bergleute um, davon alleine 26 aus Lauterbach. Zur letzten Ruhe wurden sie unter großer Trauer und Anteilnahme der ganzen Umgebung auf dem alten Friedhof beigesetzt. Ein Denkmal über dem Grab der Bergknappen hält ihr Andenken in der Gemeinde wach.
(Bericht lesen)
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1896
Als zweiter Pastor von Lauterbach wurde am 25.10.1896 Johann Jodokus Sebastian eingeführt. Er betreute die Pfarrgemeinde bis zum 17.02.1907.
Insbesondere war sein Verdienst die Gründung des Bauvereins. Er hatte dadurch dem Nachfolger zum Bau der neuen Kirche schon eine ansehliche Summe zusammengebracht. |
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1907
Am 22.04.1907 übernimmt Pfarrer Robert Wagner als dritter Pastor von Lauterbach die Pfarrgemeinde. Mit jugendlicher Kraft und Energie ging er an die ihm gestellte Aufgabe eines Kirchenneubaues heran, da die erste Kirche durch die stark anwachsende Seelenzahl (1900 hatte der Ort 1.275 und 1910 schon 1.490 Seelen) viel zu klein geworden war. |
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1911
Am 02.07.1911 war die Grundsteinlegung der neuen Lauterbacher Kirche. |
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1912
Am 27.07.1912 konnte die Rohbauabnahme beantragt werden. Die mit 144.000 Goldmark veranschlagte Baukostensumme erhöhte sich bis zum Bauende auf 196.500 Mark.
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1912
Die erste der insgesamt 4 Glocken trifft an der neuen Kirche ein. |
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1912
Am 01.09.1912, am Fest des heiligen St. Paulinus, wurde die Kirche eingesegnet. Von der Grundsteinlegung dauerte es nur zwei Jahre, bis ein Werk enstand, das im gesamten Warndt seinesgleichen sucht. Konsekriert wurde die Kirche aber erst am 22.05.1919 durch Bischof Michael Felix Korum. |
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1917
Der erste Weltkrieg fordert auch von den Lauterbachern das schwere Opfer der Herausgabe ihres herrlichen Glockengeläutes.
"Mit großem Schmerz gingen Pfarrer und Kirchenvorstand und Arbeiter daran, unsere herrlichen Glocken abzumontieren, am 15. Juni 1917 läuteten die Glocken zum letzten Male eine Stunde lang zum Abschiede. Mit Tränen in den Augen hörten die Lauterbacher das Abschiedsläuten."
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1925
Am 08.10.1925 verließ Pfarrer Wagner die Pfarrstelle in Lauterbach, um nach Saarbrücken überzusiedeln. Die ihm vom Bischof Korum gestellte Aufgabe, Kirchenneubau und Umbau der alten Kirche in eine Schule, hatte er treu erfüllt. Von nun an widmete er sich hauptamtlich der Medizin. |
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1925
Am 25.10.1925 übernimmt Karl Loyo als Nachfolger Pastor Wagners die Pfarrei Lauterbach. Nach noch nicht ganz dreijähriger Tätigkeit verließ er im Februar 1928 Lauterbach und trat die Pfarrstelle in Wincheringen a.d. Mosel an. |
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1928
Pastor Schu wurde am Passionssonntag im Jahre 1928 als fünfter Pastor von Lauterbach eingeführt. Schon nach drei Jahren seines Arbeitens in Lauterbachg war es Pastor Schu durch die eifrige Mitarbeit des Marienvereins, dessen Mitglieder Monat für Monat in großer Treue ihre Sammelgänge abhielten, möglich geworden, das schöne Werk der neuen Orgel anschaffen zu können. |
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1931
Die Kirche bekommt eine neue Orgel durch die Fa. Späth.
Mit ihren 38 Registern, verteilt auf 3 Manuale mit Pedal, mit fast 2.500 Pfeifen zählt diese Orgel heute zu den wenigen original erhaltenen romantischen Orgeln im Umkreis. |
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1935
Im Jahre 1935 wurde das Grab des ersten Lauterbacher Pfarrers, Julius Moll, umgebettet und befindet sich seitdem neben dem Chore der neuen Lauterbacher Kirche. Es wird auch heute noch von den Lauterbacher Pfarrkindern mit Liebe und Sorgfalt gepflegt. |
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1949
Pastor Veauthier tritt am 23.09.1949 sein Amt an. Kriegsschäden mußten beseitigt werden. Unter seiner Amtseinführung wird die Kirche innen überstrichen. Weiterhin wurden folgende Arbeiten ausgeführt: Generalüberholung der Orgel, Erneuerung der Kirchenfenster, Anschaffung einer Paulinusstatue aus Holz, Renovierung der Seitenaltäre, Installierung einer Lautsprecheranlage mit Liedanzeiger, Anschaffung einer Fatimastatue, Einbau einer neuen Kirchenheizung, Erneuerung des Kirchturmes und Teilen des Kirchendaches und Erweiterung der Außenanlagen. |
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1951
Die Kirche bekommt ein neues 4 stimmiges Glockengeläut von der Glockengießerei Paccard in Annecy, Frankreich mit elektrischem Läutwerk zum Preis von 4 Millionen Franken.
Bild: Eine Glocke des heutigen Geläutes im Jahre 1951 am Zollhaus Lauterbach.
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1956
Einbau der neuen Turmuhr, die die Zivilgemeinde Lauterbach gestiftet hatte. |
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1970
Pastor Mansion übernimmt am 06.12.1970 die Gemeinde Lauterbachs für rund 10 Jahre.
1972 wird zum ersten Mal ein Pfarrgemeinderat in Lauterbach gewählt.
Am 09.11.1980 verlässt Pastor Mansion die Gemeinde auf eigenen Wunsch und geht nach Orscholz. |
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1976
Die übermalten Fresken werden unter Pastor Mansion wieder freigelegt und der Altarraum neu gestaltet. |
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1980
Lauterbach hat keinen eigenen Seelsorger mehr. Klemens Hombach, Pastor von Ludweiler, betreut im Alter von 36 Jahren die Gemeinde Lauterbach.
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1980
Die nachfolgenden Pfarrer
Erwin Rech,
Hans Maria Thul (Bild rechts) und
Hermann Lanzerath
müssen ebenfalls andere Nachbarpfarreien mitbetreuen.
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2005
Die "Weggemeinschaft Maria Himmelfahrt - Geislautern, Herz Jesu - Ludweiler, St. Paulinus - Lauterbach" wird gegründet.
Von nun an steht nur noch 1 Pfarrer für 3 Gemeinden zur Verfügung. Seinen Sitz behält Pfarrer Weilhammer in Ludweiler. |
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2009
Pfarrer Weilhammer verlässt am 24.05.2009 die Weggemeinschaft.
Die Pfarrei St. Paulinus Lauterbach lebt von nun an in der seelsorgerischen Vakanz.
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